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Aktuelle Seite: Nagetiere-Online.de | Meerschweinchen | Futterumstellung
Futterumstellungen dürfen bei Meerschweinchen aufgrund des empfindlichen Gleichgewichts im Darm niemals schnell geschehen. Sie haben sich an ihre Nahrung gewöhnt und der Darm hat sich auf die bekannten Futtersorten eingestellt. Er verwertet die Anteile an Trockenfutter, Frischfutter und Wasser, die ihn erreichen. Verändern sich die ihm bekannten Bestandteile abrupt, dann gerät seine empfindliche Flora schnell aus dem Gleichgewicht.
Wir Menschen sind in dieser Beziehung nicht so empfindlich eingestellt. Aber Sie als Meerschweinchenhalter können das was Ihr Darm verkraftet nicht auf Ihre Tiere übertragen - und Sie sollten es auch nicht.
Meerschweinchen sind in der Tat so sensibel, dass schon ein Wechsel der Futtermarke zu einer Verschiebung der Darmflora führen kann. Vermeiden Sie deshalb radikale Wechsel und bleiben Sie bei einer Futtersorte. Wenn Sie die Marke wechseln, dann tun Sie dies bitte mit Bedacht. Sie sollten das Futter über zwei bis drei Wochen langsam umstellen, indem Sie jeden Tag von dem Zielfutter ein wenig mehr und von dem bisherigen etwas weniger verfüttern.
Würden Sie Ihre Meerschweinchen (die bisher Mischfutter gewöhnt sind) innerhalb von wenigen Tagen vollständig auf Heu und Saftfutter umstellen, dann würden höchstwahrscheinlich Verstopfung oder Durchfall die Folge davon sein. Es ist schön, wenn Sie sich dafür entschieden haben, in Zukunft gänzlich auf Trockenfutter zu verzichten. Doch auch wenn Sie Ihr Ziel schnell erreichen wollen - die Futterumstellung darf nur sehr behutsam durchgeführt werden.
Füttern Sie Ihre Meerschweinchen wie gewohnt weiter und erhöhen Sie alle zwei Tage die Ration an Grünfutter. Achten Sie darauf, dass Sie anfangs nicht zu viele unterschiedliche Obst- und Gemüsesorten verfüttern. Beschränken Sie sich lieber auf zwei bis drei Frischfuttersorten, die Ihre Meerschweinchen auch bisher kennen und gut vertragen. Auf ein paar Tage mehr oder weniger kommt es jetzt nicht an - gönnen Sie dem Darm Ihrer Meerschweinchen deshalb bitte eine langsame Futterumstellung.
Es ist immer etwas schwierig ein neues Meerschweinchen, das in eine Gruppe integriert wird, an die vorhandene Ernährung zu gewöhnen. Nutzen Sie die Phase vor der Vergesellschaftung oder die Quarantänezeit, um das neue Meerschweinchen an das Futter zu gewöhnen, dass die anderen bereits kennen.
Fragen Sie in der bisherigen Haltung nach, welches Futter dort verwendet wurde und welche Aufteilung es in den Mengen zwischen Trockenfutter und Frischfutter gibt. Richten Sie sich nach diesen Angaben und passen Sie die Mengen und Bestandteile nach und nach an die Ernährung an, die Sie bevorzugen. Eventuell besteht die Möglichkeit, eine Tüte des bekannten Futters mitzunehmen - eine Nachfrage schadet auf jeden Fall nicht und beeinflusst der Futterumstellung nur im positiven.
So gut man es meint - es kann schnell passieren, dass der Darm durcheinandergerät. Dem können Sie vorbeugen, indem Sie Probiotika einsetzen. Es gibt gefriergetrocknete Darmbakterien, die regulär bei Ihren Meerschweinchen vorkommen und die Darmflora positiv beeinflussen. Sie können Sie in hoch konzentrierter Form käuflich erwerben.
Bird Bene Bac ist ein lang bewährtes Probiotika, das gerne von den Meerschweinchen genommen wird. Pro Tier und Tag sollten Sie eine erbsengroße Menge beifüttern, bis die Futterumstellung abgeschlossen ist. Bei größeren Meerschweinchengruppen sollten Sie Bird Bene Bac in Pulverform bevorzugen, da es günstiger ist.
Alternativ zu diesem Produkt können Sie in Ihrer Apotheke Symbio Pet oder Darmflora plus bestellen. Alle diese Produkte sind gängige Helfer bei Futterumstellungen und bei Darmproblemen. Darmflora plus ist mit Abstand das kostengünstigste Mittel.
Darmbakterien in Pulverform können über das Frischfutter gestreut werden. Das beste Ergebnis mit Probiotika erreichen Sie mit einer auf den Tag verteilten Gabe.
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